FairBessern – Petition: Reform des Unterhaltsrechts
Petition an den Deutschen Bundestag

Reform des
Unterhaltsrechts.

Die Düsseldorfer Tabelle bildet die wirtschaftliche Realität vieler Eltern nicht mehr ab. Das schadet Kindern, Vätern und Familien gleichermaßen.

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30.000
Stimmen benötigt – Bundestag
10. Sep 2026
Frist openPetition
§ 850c ZPO
struktureller Widerspruch

Ein System, das Eltern in die Armut drängt.

Die aktuelle Ausgestaltung des Unterhaltsrechts führt bei Eltern mit niedrigen und mittleren Einkommen dazu, dass der notwendige Eigenbedarf faktisch unterschritten wird. Eine eigenständige, existenzsichernde Lebensführung wird so für viele unmöglich.

Diese Petition richtet sich nicht gegen Kinder, nicht gegen Mütter und nicht gegen Unterhalt an sich – sondern gegen ein System, das die Lebensrealität nicht mehr abbildet und damit langfristig allen schadet.

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Sechs strukturelle Mängel des aktuellen Systems.

01
Unverhältnismäßiger Selbstbehalt
Der unpfändbare Grundbetrag nach § 850c ZPO für Alleinstehende ohne Kinder liegt höher als der Selbstbehalt unterhaltspflichtiger Eltern – ein schwer nachvollziehbarer Widerspruch im staatlichen Existenzschutz.
02
Steigende Lebenshaltungskosten
Miete, Energie, Mobilität und Lebensmittel betreffen alle Menschen gleichermaßen. Der Selbstbehalt spiegelt diese Realität kaum wider – besonders nicht bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit.
03
Ungleichgewicht bei Lebensvorteilen
Geldwerte Vorteile werden fast ausschließlich beim Barunterhaltspflichtigen berücksichtigt. Vergleichbare Vorteile beim betreuenden Elternteil bleiben regelmäßig unberücksichtigt.
04
Umgangskosten werden ignoriert
Fahrtkosten, Verpflegung, gemeinsame Aktivitäten: Der barunterhaltspflichtige Elternteil zahlt faktisch doppelt – über den Barunterhalt und über die tatsächlichen Kosten des Umgangs.
05
Kindergeld & tatsächlicher Bedarf
Die Kombination aus Barunterhalt, Kindergeld und nicht berücksichtigten Einsparungen kann dazu führen, dass die verfügbaren Mittel den tatsächlichen Bedarf des Kindes übersteigen.
06
Krankheit wird bestraft
Bei langfristiger Erkrankung oder SGB-II-Bezug wird der Selbstbehalt teilweise weiter abgesenkt – obwohl gerade in diesen Lagen zusätzliche Belastungen entstehen.

Gerechtigkeit im Unterhaltsrecht bedeutet, die Lebensrealität heutiger Familien anzuerkennen und Verantwortung auf beiden Seiten fair zu würdigen.

Das fordern wir vom Gesetzgeber.

„Ich bitte den Deutschen Bundestag, das Unterhaltsrecht grundlegend zu überprüfen und die Selbstbehaltsregelungen der Düsseldorfer Tabelle realitätsnah an die tatsächlichen Lebenshaltungskosten anzupassen. Der derzeitige Selbstbehalt unterschreitet für viele unterhaltspflichtige Eltern das Existenzminimum, insbesondere bei niedrigen und mittleren Einkommen sowie bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Ziel ist ein gerechter, existenzsichernder Unterhalt im Sinne des Kindeswohls in der Praxis.“

Sechs konkrete Forderungen für eine faire Reform.

1
Selbstbehalt realitätsnah und einheitlich anheben
Unabhängig von Erwerbstätigkeit, Krankheit oder Leistungsbezug muss der Selbstbehalt die tatsächlichen Lebenshaltungskosten widerspiegeln.
2
Pfändungsfreigrenzen als Orientierung
Die Entwicklung der Pfändungsfreigrenzen nach § 850c ZPO soll als Maßstab für den Existenzschutz im Unterhaltsrecht herangezogen werden.
3
Reale Lebenshaltungskosten beider Elternteile
Die tatsächlichen Kosten für Wohnen, Energie, Mobilität und Versicherungen müssen bei beiden Elternteilen gleichwertig berücksichtigt werden.
4
Umgangskosten systematisch anerkennen
Fahrtkosten, Verpflegung und gemeinsame Aktivitäten müssen pauschal und systematisch anrechnungsfähig sein.
5
Geldwerte Vorteile gleichwertig prüfen
Wirtschaftliche Vorteile beider Elternteile – nicht nur des Barunterhaltspflichtigen – müssen gleichwertig in die Berechnung einfließen.
6
Existenz sichern – Kindeswohl nachhaltig fördern
Das Unterhaltsrecht muss so ausgestaltet werden, dass die Existenz des Unterhaltspflichtigen gesichert bleibt und das Kindeswohl nachhaltig gefördert wird.
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Aus eigener Erfahrung.

René Lantzsch

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass unser aktuelles Unterhaltsrecht nicht mehr zur Lebensrealität moderner Eltern passt.

Ich habe FairBessern ins Leben gerufen, um denjenigen eine Stimme zu geben, die im Paragraphendschungel oft vergessen werden: den Kindern und den Eltern, die echte Partnerschaftlichkeit leben wollen.

Wir fordern eine Reform, die nicht bestraft, sondern Gerechtigkeit und Existenzsicherung für alle Beteiligten schafft.


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